# Redaktionsplan Social Media: Vorlage mit 12 Spalten

> Ein Social-Media-Redaktionsplan ist eine Tabelle, in der jeder geplante Post eine Zeile bekommt: Datum, Kanal, Format, Themensäule, Aufhänger, Text, Bild oder Video, Link, Status, verantwortliche Person, Freigabe und eine Kennzahl nach sieben Tagen. Plane vier bis sechs Wochen im Voraus und halte für Spontanes etwa ein Viertel der Termine frei.

- URL: https://social-media-konzepte.de/content-und-redaktionsplan/redaktionsplan-social-media-vorlage/
- Sprache: de
- Aktualisiert: 2026-10-19
- Herausgeber: Social Media Konzepte (OnlineBuilders LLC, https://onlinebuilders.biz)

Die meisten Redaktionspläne, die man im Netz herunterladen kann, sind Kalender mit bunten Kästchen. Sie zeigen, dass am Dienstag etwas gepostet wird. Was genau, warum und wer es macht, steht nicht drin. Spätestens in der zweiten Woche wird der Plan dann zur Liste unerledigter Vorsätze.

Ein brauchbarer Plan ist weniger Kalender und mehr Arbeitsliste. Er zeigt für jeden einzelnen Post, wer was bis wann liefert. Das ist unspektakulär.

## Die Vorlage: zwölf Spalten

Jeder geplante Post bekommt eine Zeile. Die Spalten unten haben sich bewährt, weil sie die drei Fragen beantworten, an denen Posts im Alltag scheitern: Was ist der Aufhänger, wer liefert das Bild, und wer gibt frei? Übernimm die Kopfzeile in Excel, Google Sheets oder Numbers.

| Spalte | Inhalt | Beispiel |
|---|---|---|
| Datum | Veröffentlichungstag und Uhrzeit | Di 10.11., 18:00 |
| Kanal | Plattform | Instagram |
| Format | Reel, Karussell, Bild, Story, Text | Karussell, 6 Slides |
| Themensäule | Eine von drei bis fünf festen Säulen | Hinter den Kulissen |
| Aufhänger | Der erste Satz oder die erste Einblendung | „So entsteht ein Maßschuh in 9 Schritten“ |
| Text | Caption oder Link zum Textdokument | Entwurf im Doc |
| Visual | Was gezeigt wird, wer es produziert | Fotos in der Werkstatt, Jana |
| Link / CTA | Was die Leute tun sollen | Termin buchen, Link in Bio |
| Status | Idee, in Arbeit, Freigabe, geplant, live | Freigabe |
| Verantwortlich | Eine Person, nicht ein Team | Murat |
| Freigabe | Wer, bis wann | Chefin, bis Fr |
| Kennzahl nach 7 Tagen | Eine Zahl, die zum Ziel passt | 41 Link-Klicks |

Zwei Spalten machen den Unterschied zu den üblichen Vorlagen. Der **Aufhänger** zwingt dazu, vor der Produktion zu klären, warum jemand beim Scrollen stehen bleiben soll. Und die **Kennzahl nach sieben Tagen** sorgt dafür, dass der Plan gleichzeitig deine Auswertung ist, ohne extra Bericht.

## Wie oft posten? Ein ehrlicher Rhythmus

Laut dem Benchmark Report 2025 von Rival IQ, der 2.100 Marken aus 14 Branchen auswertet, lag die mittlere Postingfrequenz pro Woche so:

**Mittlere Zahl der Posts pro Woche je Plattform bei Marken (Median)**

| Posten | Wert |
|---|---|
| Instagram | 4,5 Posts |
| Facebook | 4,19 Posts |
| X (Twitter) | 2,16 Posts |
| TikTok | 1,97 Posts |

Quelle: Rival IQ, Social Media Industry Benchmark Report 2025 (Daten aus 2024)

Das sind Marken mit eigenen Social-Media-Teams und 25.000 bis einer Million Facebook-Fans. Für einen Betrieb, in dem eine Person das nebenbei macht, sind diese Zahlen kein Maßstab. Meine Empfehlung: zwei bis drei Posts pro Woche auf dem Hauptkanal, feste Wochentage, und zwar über Monate. Wer im ersten Monat fünfmal pro Woche postet und dann wochenlang gar nicht, verliert mehr, als er gewonnen hat.

Wie viele Posts im Monat zusammenkommen und wie sie sich auf die Themen verteilen, lässt sich vorher ausrechnen:

**Beispiel: Monatsplanung für Instagram mit drei Posts pro Woche**

- 3 Posts × 4,3 Wochen: 13 Posts
- davon frei für Spontanes (ca. ein Viertel): 3 Slots
- Säule Fachwissen: 4 Posts
- Säule Hinter den Kulissen: 3 Posts
- Säule Kundenfragen: 2 Posts
- Säule Angebot und Aktionen: 1 Post
- **fest geplant: 10 Posts**

Beispielwerte. Die Verteilung auf Themensäulen hängt vom eigenen Konzept ab.

Die freien Slots sind kein Luxus. Irgendetwas passiert immer: ein neues Teammitglied, ein lokales Ereignis, eine Kundenfrage, die plötzlich viele stellen. Wer jeden Tag verplant, hat dafür keinen Platz oder schiebt ständig um.

## Jahresanker: was du für 2027 jetzt schon eintragen kannst

Lege in deiner Tabelle einen zweiten Reiter an, nur mit Terminen. Das sind die Tage, an denen du Inhalte vorbereiten musst, nicht unbedingt posten. Ein Auszug für das kommende Jahr:

**Typische Jahresanker für den Redaktionsplan 2027 (Auswahl)**

- **14. Feb. 2027:** Valentinstag, relevant für Gastronomie, Floristik, Handel
- **28. März 2027:** Ostersonntag, Öffnungszeiten über die Feiertage rechtzeitig posten
- **9. Mai 2027:** Muttertag, Vorlauf von zwei bis drei Wochen für Angebote
- **Frühjahr:** Bewerbungsphase für Ausbildungsplätze mit Start im August oder September
- **26. Nov. 2027:** Black Friday, Entscheidung treffen: mitmachen oder bewusst nicht
- **Dezember:** Betriebsferien, Jahresrückblick, Dank an Kunden

Dazu kommen die Termine, die nur dein Unternehmen hat: Messen, Jubiläen, Produktstarts, die Saison bei Gartenbetrieben oder die Steuerfristen bei einer Kanzlei. Sie sind fast immer die besseren Aufhänger als der „Tag des Kaffees“ und ähnliche Aktionstage, an denen gefühlt jeder dasselbe postet.

## Vom Plan zum Post: der Wochenablauf

Ein Plan funktioniert nur mit einem festen Ablauf. Bewährt hat sich ein wöchentlicher Termin von 30 Minuten, in dem drei Dinge passieren: Die Zahlen der letzten Woche eintragen, die Posts der übernächsten Woche finalisieren, Freigaben einholen.

Viel Zeit spart das Produzieren in Blöcken. Statt jeden Dienstag ein Foto zu machen, fotografierst du einmal im Monat zwei Stunden lang alles, was in den nächsten Wochen gebraucht wird. Das gilt besonders für Videos.

Zum Einplanen musst du nicht zwingend ein bezahltes Tool nutzen. Mit der Meta Business Suite lassen sich Posts für Facebook und Instagram terminieren, LinkedIn bietet eine eigene Planungsfunktion für Beiträge, und auch TikTok erlaubt das Einplanen über die Browser-Version. Ein Tool lohnt sich vor allem, wenn mehrere Personen freigeben oder ihr viele Kanäle gleichzeitig bespielt.

## Mehrere Kanäle in einem Plan

Wer zwei Kanäle bespielt, braucht keinen zweiten Plan. Eine Tabelle mit der Spalte Kanal reicht, und oft ist es dieselbe Idee in zwei Fassungen. Aus dem Karussell über die Herstellung eines Produkts wird auf LinkedIn ein Textbeitrag mit zwei Bildern und einer Zahl, die Geschäftskunden interessiert. Auf Instagram bleibt es das Karussell.

Trag solche Varianten als eigene Zeilen ein und verbinde sie über eine kurze ID, etwa „P-034a“ und „P-034b“. Dann siehst du später, welche Fassung auf welchem Kanal besser lief. Nicht jede Idee taugt für jeden Kanal. Das ist in Ordnung.

## Den Plan als Auswertung nutzen

Einmal im Monat sortierst du die Tabelle nach der Spalte Kennzahl. Oben stehen die Posts, die am besten zum Ziel beigetragen haben, unten die schwächsten. Dann schaust du, ob sich Muster zeigen: eine Themensäule, ein Format, ein bestimmter Aufhänger.

Drei Monate Daten sind die Untergrenze für solche Schlüsse. Vorher ist vieles Zufall.

## Häufige Fehler im Redaktionsplan

- Nur Termine, keine Inhalte. Ein Kästchen „Post Instagram“ ist kein Plan.
- Mehrere Verantwortliche pro Zeile. Dann fühlt sich niemand zuständig.
- Kein Status-Feld, deshalb weiß niemand, was fertig ist.
- Zu weit im Voraus geplant: Posts für drei Monate ausformulieren, die dann nicht mehr passen.
- Kennzahlen, die nur im Plattform-Dashboard stehen und nie mit dem Plan verbunden werden.

## Woher die Ideen kommen

Der Plan ist leer, solange keine Themen da sind. Am einfachsten wird es mit festen Themensäulen, die im Artikel zu [Content Pillars für Social Media](https://social-media-konzepte.de/content-und-redaktionsplan/content-pillars-social-media/) erklärt sind. Für Rohentwürfe von Texten und Varianten kann KI helfen, solange ein Mensch Fakten und Ton prüft, siehe [Social-Media-Posts mit KI erstellen](https://social-media-konzepte.de/content-und-redaktionsplan/ki-social-media-posts/). Die Grundlage für Rhythmus, Kanäle und Ressourcen ist dein [Social-Media-Konzept](https://social-media-konzepte.de/strategie/social-media-konzept-erstellen/).

Ab einer gewissen Größe wird das Pflegen von Tabelle und Berichten zur Fleißarbeit, die sich gut automatisieren lässt, etwa mit [KI-Systemen für Content-Planung und Auswertung](https://onlinebuilders.biz/solutions/ai-systems).

Nächster Schritt: Kopiere die zwölf Spaltenköpfe in eine neue Tabelle, leg den Reiter „Jahresanker“ an und plane nur die nächsten vier Wochen. Trag nach jedem Post nach sieben Tagen genau eine Zahl ein. Nach zwei Monaten siehst du, welche Themensäule trägt, und wie du sie richtig misst, steht unter [Engagement Rate berechnen](https://social-media-konzepte.de/kennzahlen-und-werbung/engagement-rate-berechnen/).

## Schritt für Schritt

1. **Jahresanker eintragen** Feiertage, Aktionen, Messen, Ausbildungsstart und eigene Termine für zwölf Monate in einen separaten Reiter schreiben.
2. **Rhythmus festlegen** Posts pro Woche je Kanal bestimmen und feste Wochentage zuordnen.
3. **Themen verteilen** Jedem Slot eine Themensäule zuordnen, damit die Mischung stimmt.
4. **Posts ausarbeiten** Für die nächsten vier bis sechs Wochen Aufhänger, Text, Visual und Link je Zeile ergänzen.
5. **Freigeben und einplanen** Status auf Freigabe setzen, freigeben lassen und Posts in der Plattform oder einem Tool terminieren.
6. **Nach sieben Tagen auswerten** Eine Kennzahl pro Post eintragen und monatlich auf Muster prüfen.

## Häufige Fragen

### Excel, Google Sheets oder ein Planungstool?

Für ein bis zwei Personen reicht eine Tabelle völlig. Ein Tool lohnt sich, wenn mehrere Leute freigeben, viele Kanäle gleichzeitig laufen oder Posts automatisch veröffentlicht werden sollen.

### Wie weit im Voraus sollte ich planen?

Vier bis sechs Wochen sind ein guter Rahmen. Feste Termine wie Messen, Aktionen oder Feiertage trägst du für das ganze Jahr ein, die einzelnen Posts aber erst kurz vorher.

### Wie oft sollte ein kleines Unternehmen posten?

So oft, wie ihr es über Monate durchhaltet. Zwei bis drei Beiträge pro Woche auf dem Hauptkanal sind für kleine Teams realistisch. Ein Rhythmus, der nach drei Wochen abbricht, schadet mehr als ein langsamerer.

### Was gehört nicht in den Redaktionsplan?

Antworten auf Kommentare, spontane Stories und Reaktionen auf aktuelle Ereignisse. Dafür planst du Zeit ein, aber keine Inhalte.

Foto: Maximopi, CC BY-SA 4.0 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Close-up_of_calendar_in_Spanish_-_Calendario_en_espa%C3%B1ol.jpg)